Um die Haltungsbedingungen zahmer Elefanten zu verbessern, ist es wichtig ihre wilden Artgenossen zu studieren. Es ist klar, dass die Kluft zwischen dem, was Elefanten für Bedürfnisse haben und dem, was ihnen in urbanen Lebensräumen geboten werden kann, unüberwindlich ist.
Wir wissen, dass Elefanten in die Wildnis gehören, aber wir wissen auch, dass so lange es Hinduismus gibt, Elefanten in Indien in Gefangenschaft leben werden. Hinzu kommt, dass diese gefangen Riesen in der Regel nicht mehr ausgewildert werden können, weil der Platz fehlt oder sie nicht in der Lage wären, sich selbst zu versorgen.
Die Haltungsbedingungen sollten so weit wie möglich optimiert werden. Und es wäre wünschenswert, dass keine neuen Elefanten aus der Wildnis gefangen werden, sondern dass diese Tiere nachhaltig in Gefangenschaft gezüchtet werden. Der Elefantenexperte Fred Kurt in seiner Studie „Elefant in Menschenhand“: „Denn nur wenn es gelingt, Bullen und Kühe in Menschenhand tiergerecht zu halten und bestandserhaltend zu züchten, kann die Art langfristig vor der Ausrottung durch den Menschen bewahrt werden.“
Indien selbst verfügt über keine Tradition in der Elefantenzucht. In Burma dagegen wurden gute Zuchterfolge in den Holzfällercamps erreicht.
Wie sagt doch der indische Tierschützer Nigel Otter: „Jeder Elefant braucht seine individuelle Lösung.“ Richard Lair, einer der führenden Elefantenexperten forderte auf dem internationalen Workshop für die „Domesticated Asian Elephants“ in Bangkok Lösungen, die beides sind: „Sehr pragmatisch und sehr gefühlvoll.“