Indien besitzt Tierschutzgesetze, doch fehlen oft die Mittel und politischer Willen diese durchzusetzen.
So beinhaltet beispielsweise die indische Verfassung, dass der Staat und seine Bürger die Natur und seine Tiere zu schützen haben und Mitgefühl für alle Lebewesen entwickeln sollen. Elefanten gehören zu den schützenswerten Spezien. Elefanten zu jagen und sie einzufangen ist seit Ende der siebziger Jahre verboten. Alle Tiere, die gejagt, gefangen, schlecht behandelt oder und in Isolation gehalten werden, sind Eigentum des Staates. Niemand darf einen Elefanten halten ohne Erlaubniszertifikat. Diese Tiere dürfen nur mit staatlicher Genehmigung gekauft oder verkauft werden. Auch Transporte müssen staatlich abgesegnet werden. Es gibt Angaben, wie viel ein Elefant arbeiten darf und wie er zu behandeln und zu führen ist.
Problematisch wird es in der Praxis, da die Gesetze oft allgemein gehalten sind, und die Befolgung oder Nichtbefolgung der Auslegung der Beamten obliegt. Außerdem finden viele Besitzer Wege, die Gesetze zu umgehen. Viele traditionelle Wege, Elefanten zu managen, verletzen die Gesetze, und auch der Handel mit diesen Tieren wird weiterhin öffentlich betrieben. So findet einmal jährlich auf der Sonepur Mela die sogenannte Elefanten-Messe in Bihar statt. Dort werden Tiere zum Verkauf angeboten und trotz des Verbots transferiert. Ähnlich ist die Auslegung bei nicht genehmigten Transporten. Mit entsprechenden Verbindungen und Geldzuwendungen ist auch eine Transport von Assam bis ins südindische Kerala möglich.