Die meisten gefangenen Elfanten leben unter schlechten hygienischen Bedingungen. Ein Umstand, der diesen Tieren zutiefst widerstrebt. Sie mögen es überhaupt nicht, in ihren eigenen Fäkalien zu stehen. Durch konstante Kettenhaltung, die oft mangelhafte Ernährung und die brutalen Züchtigungen leiden die Tiere an zahlreichen Krankheiten und Verletzungen.
Das falsche Anbringen von Ketten, aber auch das permanente Ziehen an diesen Fesseln durch die Tiere, welches besonders stark von frischen Wildfängen unternommen wird, die sich mit ihrer Situation nicht abfinden können, hinterlässt tiefe Schürf- und Quetschwunden. Hinzu kommen Wunden durch den Einsatz von Ankus und Messern. Hautverletzungen heilen bei Elefanten zwei bis drei Mal langsamer als bei Pferden, und so können schon kleine Wunden zu Abszessen führen.
Auch Augenkrankheiten sind sehr verbreitet. Sie resultieren aus zuviel Sonneneinstrahlung, Schlägen, Staub, Zug und Infektionen. Viele Elefanten sind blind, was oft aus einem Mangel an Vitamin A in der einseitigen Ernährung resultiert. Es scheint keine Seltenheit zu sein, wenn von drei Elefanten einer blind ist.
Medizinische Versorgung geschieht gar nicht oder nur sehr mangelhaft. Gründe dafür sind Kosten, Mühe aber auch Unwissenheit. Hinzu kommt, dass es kaum Veterinärmediziner gibt, die Erfahrung mit Elefanten besitzen. Diese Leiden machen die Arbeit der Elefanten oder auch nur einfaches Gehen zu einem Märtyrium.