Die indische Forstbehörde hält zahlreiche Elefanten, die sowohl für Waldarbeiten, als auch den Tourismus eingesetzt werden. Das Leben dieser gefangenen Elefanten kommt dem Leben in der Wildnis am nächsten, da sie extensiv gehalten werden. Die Tiere werden nachts „gehobbelt“ (an den Vorderfüssen gefesselt, um nur kleine Schritte machen zu können) oder mit einer langen Kette, die sie hinter sich herziehen, in den Dschungel entlassen. Die Elefanten dürfen sich ihr eigenes Futter suchen. Am frühen Morgen kommen die Mahouts, um sie zum Waschen und zur Arbeit abzuholen.
Durch die extensive Haltung des Forest Departments werden die geringen Fortpflanzungschancen erhöht. Die meisten der in Gefangenschaft geborenen Kälber haben eine zahme Elefantin zur Mutter und einen wild lebenden Bullen zum Vater. Die Nachkommen sind bisher in Indien nicht gerade erwünscht, da die trächtige Elefantenkuh während der rund 22monatigen Tragzeit nur bedingt einsatzfähig ist. Bevor das Elefantenkind arbeiten kann, dauert es weitere 10 bis 15 Jahre.
Solche Nachkommen wären wünschenswert, um den Bedarf an gefangenen Elefanten aus eigenen Züchtungen und nicht aus Wildfängen zu decken. In Thailand gibt es bereits Prämien für jedes in Gefangenschaft geborene Elefantenkind.