Indien ohne Elefanten erscheint unvorstellbar. Nahezu jeder Tourist möchte sich mit einem Elefanten fotografieren lassen. Das Leid dieser Tiere fällt den wenigsten Menschen auf.
Ein Beispiel: In Rajasthan hält das Amber Fort 87 Elefanten. Ihre Arbeit besteht darin, die Touristen in der Hitze des Wüstenstaates den steilen Weg hinauf zum Fort zu tragen. Berichte bestätigen, dass diese Tiere konstant überarbeitet, misshandelt, schlecht gepflegt und unterernährt sind. Ihr großer Bedarf an Wasser kann häufig nicht gedeckt werden. Laut einer Studie waren selbst während der Regenzeit 26 dieser Tiere dehydriert.
Diese Elefanten leiden an vielen Krankheiten, wie zum Beispiel Sonnenbrand, Sattelwunden und Fußfäule, die schon einfaches Gehen zu einer Tortour werden lassen. Die schlechte Ernährung hat dazu geführt, dass fünf Prozent von ihnen erblindet ist. Nur mit Hilfe ihrer Mahouts und ihrer jahrelangen Ortskenntnis schaffen sie den Weg vorbei an den steilen Abhängen.