Elefanten in GefangenschaftWer über Elefanten spricht, sollte verinnerlichen, dass es keine domestizierten Tiere wie Kühe, Pferde oder Hunde sind. Elefanten haben sich in ihrer 4000jährigen Geschichte mit den Menschen nicht nachhaltig züchten lassen und sich folglich auch nicht genetisch an die Bedingungen in der Gefangenschaft angepasst. Elefanten sind nach wie vor wilde Tiere wie Tiger und Leoparden, und sie sind denkbar ungeeignet für das Leben mit den Menschen. Es sind einzigartige Tiere mit umfassenden Bedürfnissen. Da es kaum gelingt, Elefanten in Menschenhand zu züchten, sind fast alle Tiere aus der Wildnis gefangen. Ihr ausgeprägtes Sozialverhalten und Leben in gewachsenen Familienverbänden bedingt das Leid in Gefangenschaft. In Menschenhand fehlt oft jeglicher sozialer Kontakt zu Artgenossen. Die Tiere werden mental nicht stimuliert, und ihre physischen Bedürfnisse, wie zum Beispiel ihr großer Wasserbedarf und ihre Schmerzempfindlichkeit, werden häufig ignoriert. Die Mahouts dominieren das Tier und halten es stets unterwürfig. Die Tiere werden schlecht gefüttert, sind überarbeitet, werden geschlagen und verletzt. Gefangene Elefanten werden anfällig für Krankheiten wie Augenentzündungen oder Fußfäule. Sie neigen zu Fettleibigkeit und Langeweile. Die einst stolzen Tiere sind oft den ganzen Tag angekettet und tendieren zu stereotypen Bewegungen. Elefanten sind denkbar ungeeignet für ein Leben außerhalb der Wildnis, wo Platz, Wasser und Futter knapp sind. |
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