Es gibt heute noch zwei lebende Elefantenarten, den Afrikanischen (Loxodonta africana) und den Asiatischen (Elephas maximus). Forschungen haben ergeben, dass sie gemeinsame Vorfahren haben, die vor 5 bis 7 Millionen Jahren von Afrika nach Asien gekommen sind und sich von dort über den gesamten Erdball ausbreiteten, mit Ausnahme von Australien und der Antarktis.
Asiatische Elefanten teilt man in drei Unterarten, den Indischen (Elephas maximus indicugs), den Sumatra-Elefanten (Elephas maximus sumatranus) und den Elefanten auf Sri Lanka (Elephas maximus maximus). Ihre nächsten heute noch lebenden Verwandten sind die Seekühe, große, Kräuter fressende Meeressäuger, die in seichten Gewässern vorkommen.
Der Asiatische Elefant ist im Gegensatz zum Afrikanischen nur sehr lückenhaft erforscht. Bei den Afrikanischen Elefanten gilt ein Bestand von 400000 als gesichert (Anfang der 80er Jahre waren es noch 1,2 Millionen). Bei den Asiatischen Elefanten wird noch mit maximal 50 000 gerechnet.
Beide Elefantenarten unterscheiden sich so signifikant, dass sie unterschiedlichen Gattungen zugeordnet werden. Sie sind genetisch so verschieden, dass eine Kreuzung beider Arten wohl nicht möglich ist. 1978 hat es im englischen Zoo von Chester den einzig bekannten Fall einer Geburt eines gekreuzten Elefantenbabys gegeben, das jedoch zwei Wochen nach der Geburt verstarb.
Die wichtigsten Unterschiede beider Elefantenarten:
Der Indische hat viel kleinere Ohren, die die Form des indischen Subkontinents haben. Der „Inder“ ist insgesamt kleiner, hat einen Buckelrücken, glattere Haut, am Rüsselende nur einen Greiffinger anstelle des Doppelfingers des „Afrikaners“. Die Stirn zeigt zwei Stirnhöcker, und nur die Bullen tragen große Stoßzähne.
Der Afrikanische Elefant hat sehr viel größere Ohren, die der Form des afrikanischen Kontinents entsprechen. Er ist größer, hat einen Sattelrücken, runzelige Haut, zwei Tastfinger am Rüsselende, eine flache Stirn und sowohl Bullen als auch Kühe tragen große Stoßzähne.