Der Mythos der Elefantenfriedhöfe

Sechs Mal bekommen Elefanten in einem Leben neue Zähne. Nur mit gesunden Zähnen können sie diese großen Futtermengen aufnehmen, die sie zum Überleben brauchen. Asiatische Elefanten haben außer den als Stoßzähnen oder Tushes (kleine Stifte) sichtbaren Schneidezähnen, die ein Leben lang wachsen, nur Backenzähne. In jedem Viertel des Kiefers befindet sich ein Backenzahn. Diese Molaren werden in einem horizontalen Zahnwechsel langsam von hinten nach vorn ausgetauscht. Die Backenzähne sind Lamellenartig aufgebaut und so wie von hinten der neue Zahn nachschiebt, brechen vorn Lamellen des abgenutzten Molaren heraus, werden hinunter geschluckt, ausgespuckt oder mit dem Rüssel entfernt. Es kommen in jedem der vier Teile des Kiefers immer höchstens zwei Backenzähne zum Einsatz, die jedoch so eng stehen, dass sie oft nicht auseinander gehalten werden können.
Der erste Backenzahn eines Babyelefanten ist so groß wie eine Zigarettenschachtel und der letzte, der im Alter von 40 bis 45 Jahren erscheint, hat die Größe eines Ziegelsteins. Mit ungefähr 60 Jahren ist der letzte Zahn abgenutzt. Ältere Elefanten ziehen sich dann in sumpfige Gebiete zurück, wo sie weicheres Futter finden und schließlich auch sterben. Weil sich immer wieder Elefanten in gleiche Gebiete zurückgezogen haben, um zu sterben, ist der Mythos der Elefantenfriedhöfe entstanden.