Der Elefantentrainer Karl Kock berichtet von seinem Versuch, einen Elefanten zu retten, der bereits drei Jahre „mutterseelenallein in seinem Gefängnis“ auf Mallorca stand. Das Tier wurde ausschließlich von Küchenabfällen eines Hotels ernährt und hatte außer dem Moment des Ausmistens keinerlei Kontakt zu lebenden Wesen. „Als wir nach Stunden doch wieder gehen mussten, reckte er uns seinen Rüssel nach und zirpte wieder. Ich bin seit dem Tag überzeugt, daß Elefanten weinen können. Wir hörten ihn noch lange flehen, als wir weinend das Gefängnis hinter uns geschlossen hatten. . . Als wir die Schlüssel abgaben, sprachen wir mit dem Besitzer. ,Nein’, sagte er, ,den Elefanten verkauf’ ich nicht. Das ist mein Hobby.'"
Kock, Karl: Elefanten - Mein Leben, Hamburg 1994, Seite 157/158